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Zanderangeln vom Boot auf der Elbe — So findest du die Glasaugen
Die Elbe gehört zu den besten Zandergewässern Deutschlands — und vom Boot aus lässt sich das Potenzial dieses Flusses erst richtig ausschöpfen. Wer die Elbe nur vom Ufer kennt, verpasst die eigentlichen Hotspots: Strömungskanten, Buhnenfelder und tiefe Rinnen, die vom Land aus kaum erreichbar sind. Mit der Njörd und drei Lowrance HDS Pro Echoloten an Bord scannen wir den Fluss systematisch ab. ActiveTarget 2 Live zeigt uns in Echtzeit, wo die Zander stehen und wie sie auf unsere Köder reagieren. Das ist ein absoluter Gamechanger — statt blind zu fischen, sehen wir exakt, in welcher Tiefe die Fische aktiv sind. Mein Setup für Zander auf der Elbe: Ruten zwischen 2,40 m und 2,70 m mit einem Wurfgewicht von 10–40 g. Als Hauptköder setze ich auf Gummifische zwischen 10 und 14 cm — Keitech Easy Shiner, Lunker City Fin-S Fish und den OSP Dolive Shad haben sich bewährt. Jigköpfe zwischen 10 und 21 g je nach Strömung und Wassertiefe. Geflecht in 0,10 mm PE mit einem 0,28 mm Fluorocarbon-Vorfach gibt genug Sensibilität für die oft vorsichtigen Bisse. Die beste Taktik: Wir lassen uns mit dem Trolling Motor langsam stromab treiben und befischen die Buhnenfelder und Kanten vertikal oder mit leichtem Wurf stromauf. Die Zander stehen oft in den Strömungsschatten der Buhnen, direkt an der Kante zwischen ruhigem und strömendem Wasser. Im Frühjahr und Herbst sind die Dämmerungsphasen am produktivsten — aber auf der Elbe fangen wir regelmäßig auch tagsüber gut, wenn die Trübung stimmt. Ein Tipp: Unterschätzt die Elbe nicht. Hier schwimmen Zander von 80 cm und mehr — und die kämpfen in der Strömung nochmal deutlich härter als im Stillwasser.
Angeln in Schweden — Raubfisch-Abenteuer in Småland
Schweden ist für viele Angler das gelobte Land — und das vollkommen zurecht. Kaum ein anderes Land in Europa bietet so viel Wasser, so wenig Angeldruck und so gesunde Fischbestände. Seit mehreren Jahren fahre ich regelmäßig nach Småland, und jede Tour bestätigt aufs Neue: Schweden ist anders. Die Seen in Småland sind glasklar, oft nur wenige Meter tief und von endlosen Wäldern umgeben. Hier gibt es keine Betonufer, keine Schifffahrt, kein Gedränge am Wasser. Stattdessen: absolute Ruhe, Hechte über einem Meter und Barsche, die in Deutschland als Fisch des Lebens gelten würden. Dazu kommen starke Zanderbestände in den trüberen, tieferen Seen der Region. Wir bringen die Njörd mit nach Schweden — das Finval 555 Sport Angler lässt sich dank des Trailers problemlos über die Fähre transportieren und ist innerhalb von Minuten slippfertig. Mit Lowrance-Elektronik und Trolling Motor sind wir auch auf unbekannten Gewässern sofort einsatzbereit. Was Schweden so besonders macht: Das Jedermannsrecht (Allemansrätten) erlaubt freies Zelten und Bewegen in der Natur. Mit dem Fiskekort — einer günstigen Angelkarte, die man oft online oder im örtlichen Supermarkt kaufen kann — hat man Zugang zu hunderten Seen. Viele Gewässer werden kaum befischt und halten überraschende Bestände bereit. Mein Lieblingssetup für Schweden: Für Hecht eine 2,40 m Rute mit 30–100 g Wurfgewicht, bestückt mit Bulldawgs, Jerkbaits oder großen Gummifischen. Für Barsch und Zander greife ich zur leichteren Rute mit 7–28 g und fische mit Dropshot oder kleinen Gummifischen an 5–10 g Jigköpfen. Ein Stahlvorfach ist in Schweden Pflicht — die Hechte lauern überall. Der beste Zeitraum: Ende Mai bis Anfang Juli für den Nachlaich-Hecht und die aktive Barsch-Saison. September und Oktober sind perfekt für kapitale Zander in den tieferen Seen. Wer die Mittsommernächte erlebt, angelt bei Tageslicht bis fast Mitternacht — ein unvergessliches Erlebnis. Schweden-Trips bieten wir als mehrtägige Touren an. Unterkunft, Boot, Elektronik und Guiding — alles aus einer Hand. Wer einmal in Schweden geangelt hat, will immer wiederkommen.